Dienstag, 8. Februar 2011

Teil III


So heute ist/war Dienstag.
Die schlechte Nachricht: Ich weiß immer noch nicht wie Nairobi aussieht
Die gute Nachricht: Ich war draußen. Zumindest zur Arbeit =)

Also mein Abend gestern wurde noch um einiges besser! Wir haben uns zu viert die Fotos angeguckt von dem Wochenende, dass die anderen in Mombassa verbracht haben. Das war wirklich noch ziemlich witzig und dann hab ich auch noch geplant morgen (also heute Dienstag) mit Julia und zwei anderen Praktikanten in die Stadt zu gehen.
Meine Laune war also richtig gut!
Doch dann kam –leider- wieder alles etwas anders. Die anderen sind alle früh ins Bett gegangen, weil die Chinesinnen total müde waren und Julia(die Deutsche) sich etwas krank gefühlt hat.
Nun gut, ich wollte noch ein bisschen lesen, weil ich nach dem Tag rumliegen einfach noch nicht müde genug war.
Doch dann kam Jane (Die Kenianerin ;) ) zu mir, und meinte, dass sie grad informiert wurde, dass ich doch schon am nächsten Tag zur Arbeit kommen sollte.
Bin nach der Nachricht dann doch –etwas enttäuscht- schlafen gegangen weil ich um kurz nach 7 am morgen raus musste.

Am nächsten morgen hat sich aber dann sowieso herausgestellt, dass Julia ins Krankenhaus muss weil es ihr nur noch schlechter ging. Das mit der Stadt hätte also leider sowieso nicht geklappt.
Sie sah aber auch wirklich fertig aus.
Bauchschmerzen, Durchfall, Übelkeit und etwas Fieber. Damit darf man dann hier wohl nicht scherzen.
Wir haben sie dann also mit dem Taxi ins Krankenhaus gebracht, weil sie auch nicht mehr so weit hätte laufen können. Jane ist dann erstmal mit ihr geblieben und ich bin mit dem Taxi weiter gefahren zu meiner Arbeit.

Dort wurde ich sehr nett willkommen geheißen und ich glaub ich kann dort viel lernen und viel sehen.
Etwas merkwürdig ist es noch immer die einzige Weiße zu sein und so aufzufallen. Aber keiner hat mich spüren lassen, dass das irgendwie ein Problem sein könne =)

Ich werde die meiste Zeit in der Abteilung “Youth“ arbeiten, dort war ich auch heute schon eine Weile nachdem ich gefühlten 1000 Menschen vorgestellt wurde, deren Namen ich NIEMALS behalten kann. Wenn man nebenbei noch Swahili unterrichtet kriegt, dann ist man (oder zumindest ich mit meinem Gedächtnis voller Löcher) auch schon mal leicht überfordert.
Nun ja zurück zur „Youth“, die Angestellten dort machen alles mögliche.
Zunächst haben sie eine Hotline, wo Teenager (unter Youth werden alle zwischen 15 und 24 gezählt) anrufen können, wenn sie irgendwelche Fragen zu HIV, Sex oder irgendeinem anderen Thema haben, wo sie nicht wissen wen sie fragen könnten. Also auch Missbrauch, wenn sie geschlagen werden o.ä.
Ansonsten arbeiten sie auch bei Facebook, haben einen SMS Service etc. Wo Jugendlichen eben die Chance gegeben werden soll ihre Fragen loszuwerden.
Dann gibt es noch einen Bereich der so ein bisschen etwas macht wie „Dr. Sommer“ also in einer Zeitung und in einer Zeitschrift für Jugendliche werden Fragen beantwortet, die der Redaktion geschickt werden. Sehr witzig, vor allem weil ich mich mit diesem Bereich wohl als erstes beschäftigen werde =)
Ein Bereich betrifft dann noch eine Gruppe von Teenagern die betroffen sind von HIV. Sie treffen sich zweimal im Monat um über ihre Probleme im Alltag zu reden und sich einfach auszutauschen.
Das alles sind wohl die hauptsächlichen Arbeitsgebiete in dem Bereich „Youth“.

Ich werde aber auch in alle anderen Bereiche mal „reinschnuppern“ können. Zum Beispiel in ihr eigenes kleines Krankenhaus. Wo HIV Test gemacht werden können und wo betroffene medizinische Betreuung erhalten.

Von allem anderen werde ich dann wohl besser später mal berichten, dann wenn ich auch mal dort gearbeitet habe.

Danach bin ich wieder mit dem Taxi nach Hause gefahren, weil ich leider noch keine Ahnung hatte wie ich auch nur irgendwohin kommen kann.
Ich hoffe, dass ich noch einen anderen Weg herausfinden kann.
Auch wenn der weg nur etwa 2 € kostet, trotz einem Verkehr und Straßen Verhältnissen die man aus Deutschland definitiv so nicht kennt =)

Nun ja ich werde wohl –leider- 5 Tage die Woche arbeiten müssen, da wird wenig Zeit für etwas anderes bleiben. Aber mir wurde auch bereits angeboten, dass ich mir mal freinehmen kann wenn ich reisen will. Also gute Nachrichten =)

Apropro Reisen, momentan geht hier das Gerücht rum, dass ich am Wochenende die Chance bekomme nach West Afrika zu reisen mit den anderen Praktikanten und einigen Leuten von AIESEC. So ich hoffe sehr, dass das klappen wird.
Auch wenn ich vllt vorher noch Nairobi kennenlernen sollte, ich weeeiß.
Nun ja noch bleiben mir ja einige Tage und Wochen!

Vielleicht ist es auch gut, dass ich nur langsam alles kennenlerne, ich merk ja jetzt schon das ich kann nicht aufhören kann zu schreiben weil mir immer mehr einfällt :D

Na ja zum Abendbrot gab es dann Spagetti Bolognese, JUHU!

Und Julia geht es halbwegs gut.
Sie hat eine Entzündung im Magen, nimmt jetzt aber Medizin und ihr wird es wohl recht bald besser gehen.
Hätte ja definitiv auch schlimmer kommen können.

So ich mache dann besser mal schluss, vermutlich kann ich morgen ja sowieso alle drei Artikel hochladen, dass könnte wohl etwas viel sein.
SORRY J

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen